Video des Konzerts im Kulturhaus Arena am 26.03.2010



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Grußwort

Musiker und Musikerinnen mit ihren Instrumenten aus aller Herren Länder vereint in einem Symphonieorchester - das bedeutet exotisches Instrumentarium, fremde Erfahrungen und Stile, die in eine neue, andersartige Welt der Musik entführen. Das
Ganze findet sich gebündelt im "Orchester der Kulturen", einem Klangkörper, der Musik neu entstehen lässt und dabei kulturelle Bandbreite und Offenheit widerspiegelt.
Das "Orchester der Kulturen" ist ein Beispiel für gelungene Integration - identifizieren sich doch die hier lebenden Nationalitäten sowohl mit ihrer eigenen als auch mit der
- deutschen Kultur: sei es durch Bearbeitungen bekannter Melodien wie "Auf der schwäbischen Eisenbahn" oder "Auferstanden aus Ruinen", die teilweise die Lebenswelten
der hier ansässigen Migranten schildern, oder durch originäre Kompositionen aus den Herkunftsländern der Orchestermitglieder.
Ich freue mich sehr, dass das "Orchester der Kulturen" mit seinem Initiator und künstlerischen Leiter, Adrian Werum, sein Wirkungszentrum hier in Stuttgart entfaltet. Dadurch
wird manifest, dass unsere Landeshauptstadt einen guten Nährboden für interkulturelle Zusammenarbeit und Völkerverständigung bietet. Mein ganz herzlicher Dank geht daher an Adrian Werum, der mit Elan und Kreativität eine Idee verwirklicht hat und diese auf hohem Niveau verfolgt. Erfolgreiche Konzerte und begeisterte Zuhörerinnen
und Zuhörer zollen der Arbeit Respekt.
Ich wünsche Adrian Werum und dem "Orchester der Kulturen" viel Erfolg und dem Publikum noch viele anregende und interessante musikalische Erlebnisse - ganz
nach dem Motto des Harvard-Professors Henry Wadsworth Longfellow (1807 - 1882) "Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit".

Dr. Susanne Eisenmann
Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport
Grußwort

„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“ Das Musikprojekt „Orchester der Kulturen“ füllt dieses Zitat von Berthold Auerbach mit Leben. Über althergebrachte Konventionen hinweg vertonen die Leitung des Orchesters sowie die Musikerinnen und Musiker musikalische Traditionen neu. Stücke wie „Freude schöner Götterfunken“ oder „Guten Abend, gute Nacht“ bekommen dank Sitar, Didgeridoo oder Alphorn ein neues Klanggerüst. Keine musikalische Tradition wird ausgeschlossen – zusammen ergeben die unterschiedlichsten Einflüsse und Instrumente ein neues Ganzes. Die Musik dient allen Beteiligten als gemeinsame Plattform und Sprache und bringt sie einander näher.
Der integrative Charakter des „Orchesters der Kulturen“ ist Sinn- und Vorbild für unsere Gesellschaft: Fremde Kulturen und Einflüsse sind herzlich willkommen, die unterschiedlichen Nationalitäten und Herkunftsländer der Menschen spielen keine Rolle. Kulturelle Vielfalt wird gefördert, da sie das gemeinsame Projekt bereichert – ein Vorbild für die weitere Entwicklung der Gesellschaft in Baden-Württemberg. Wir sollten uns auf Basis gemeinsamer Werte, gegenseitiger Anerkennung und Offenheit sowie des Verständnisses für kulturelle Unterschiede begegnen und somit Integration in unserem Land positiv gestalten.
Herrn Adrian Werum und den Musikerinnen und Musikern des Orchesters danke ich sehr herzlich. Sie beweisen, dass Integration auf Augenhöhe und ohne Berührungsängste sowie unter Wahrung der eigenen Kultur möglich ist, ohne
dass das gemeinsame Musizieren darunter leidet. Sie zeigen zudem, dass kulturelle Vielfalt ein bereicherndes Element sein kann, das für alle Seiten Vorteile bringt.
Dem „Orchester der Kulturen“ wünsche ich, dass dieses Projekt als Beispiel gelungener Integration weiterhin großen Zuspruch erfährt, auch über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus.

Winfried Kretschmann
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Grußwort

Die Tatsache, dass Musiker aus aller Welt in einem Orchester zusammenspielen, ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Dass sie hierbei aber auf traditionellen Instrumenten ihrer Heimatländer musizieren und sich ein neuartiges musikalisches Repertoire erschließen, das alle vermeintlichen Grenzen überwindet, ist eine kleine Sensation. Die Neugründung des "Orchesters der Kulturen" zum Jahresende 2009 und das erste Konzert des Ensembles im Frühjahr 2010 zeigen eindrucksvoll was möglich ist, wenn sich Künstler unterschiedlichen kulturellen Hintergrunds zusammentun und ohne Hemmschwellen und Berührungsängste Neues wagen. Wenn Alphorn, Didgeridoo und Baglama gemeinsam mit klassisch-europäischen
Orchesterinstrumenten erklingen, wenn deutsche Volksweisen und kleinasiatische Folklore alternieren und pulsierende brasilianische Rhythmen bekannter abendländischer Konzertliteratur ein neues Gepräge geben, dann tun sich Klangwelten auf, die eine Ahnung geben, wie eine umfassende "Weltmusik" im wahrsten Sinne des Wortes klingen muss.
Das "Orchester der Kulturen" spiegelt unsere interkulturelle Gesellschaft auf einzigartige Weise wieder. Es ermutigt uns, immer wieder in einen Dialog miteinander zu treten und den großen Reichtum aller bei uns lebender Kulturen zu nutzen. Großen Respekt und Dank bringe ich dem Initiator und künstlerischen Leiter des Orchesters Adrian Werum entgegen. Mit unermüdlichem Elan hat er seine Idee verwirklicht und treibt - gemeinsam mit seinen Mitstreitern - das ambitionierte Projekt weiter voran. Ich bin stolz darauf, dass dieser großartige Klangkörper seinen Sitz in Stuttgart hat und die Landeshauptstadt einmal mehr eine Vorreiterrolle in Sachen interkultureller Zusammenarbeit und Völkerverständigung übernimmt
Für die Zukunft wünsche ich dem "Orchester der Kulturen" alles Gute, anhaltende Neugier und ein weiterhin befruchtendes musikalisches Zusammenspiel. Ich hoffe, dass wir noch zahlreiche Konzerte des Ensembles besuchen dürfen.

Dr. Wolfgang Schuster
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart