The Best of Edgar Wallace
Whygold´s Weekend

... unter diesem Motto präsentiere ich euch zum Wochenende meinen Musik-Tipp. Vielleicht entdeckt der eine oder andere ja was neues. Bewusst Musik hören ist meiner Meinung nach so wichtig, wie ein gutes Buch zu lesen.

Heute: Peter Thomas und Martin Böttcher - The Best of Edgar Wallace

https://music.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_lyGNz_YECx1wAoDKNR3eSnw7ITx6UInK8

Martin Hermann Böttcher (* 17. Juni 1927 in Berlin; † 20. April 2019 in Westerrönfeld[1]; Pseudonyme: Michael Thomas, Renardo) war ein deutscher Filmkomponist, Dirigent und Arrangeur. In einem Zeitraum von über 60 Jahren verfasste er die Musik zu mehr als 50 Kinofilmen und 300 Fernsehproduktionen. Große Bekanntheit und Charterfolge erlangte Böttcher in den 1960er-Jahren durch seine Musik zu den Karl-May-Verfilmungen.[2]

Martin Böttcher ist Urenkel eines Weimarer Hofkapellmeisters und erwarb schon früh durch Klavierunterricht musikalische Kenntnisse. Zunächst wollte er indes Pilot werden. Knapp 17 Jahre alt, wurde er im Krieg bei der Luftwaffe ausgebildet. Zu einem Einsatz kam es aber aus Mangel an Treibstoff nicht mehr. Während der Kriegsgefangenschaft gelang es Böttcher, eine Gitarre zu organisieren und autodidaktisch das Gitarrenspiel zu erlernen. Wegen eines Unfalls mit Schädelbasisbruch und Gehörnerv-Quetschung war Martin Böttcher seit seinem vierten Lebensjahr auf dem linken Ohr taub.[3][4]

Anfang der 1960er Jahre beauftragte der Rialto-Film-Chef Horst Wendlandt den Komponisten mit Filmmusiken für seine Edgar-Wallace-Reihe. Mit seiner Musik für die ebenfalls zu jener Zeit von Rialto Film produzierten Karl-May-Verfilmungen avancierte Martin Böttcher in den 1960er Jahren zum erfolgreichsten deutschen Filmkomponisten.

Peter Thomas (* 1. Dezember 1925 in Breslau; † 17. Mai 2020 in Lugano[1]) war ein deutscher Filmkomponist, Dirigent und Arrangeur. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Kompositionen für die Edgar-Wallace- und Jerry-Cotton-Kinofilme sowie für die Fernsehserie Raumpatrouille Orion.

Peter Thomas wuchs in Berlin auf und erhielt im Vorschulalter Klavierunterricht. Später war er Organist in der Erlöserkirche in Berlin-Moabit. 1945 kehrte Thomas nach Jahren als Soldat und Kriegsgefangener nach Berlin zurück. Als Pianist trat er in Clubs aller vier Sektoren der Stadt auf. Durch den unterschiedlichen Musikgeschmack von Russen, Amerikanern, Briten und Franzosen hat sich diese Zeit für Thomas als besonders lehrreich erwiesen.

1949 nahm Peter Thomas seine vor dem Krieg begonnenen Studien wieder auf. Er lernte am Mohr’schen Konservatorium und bei Hans Felix Husadel. 1953 machte Thomas seinen Abschluss in den Fächern Dirigieren, Tonsatz, Kontrapunkt und Blasmusik. Das klassische Musikstudium und die aktuellen Hits der amerikanischen Orchester, die Thomas beim Hören des Soldatensenders AFN kennenlernen konnte, inspirierten ihn schon früh zu einem eigenen Stil.

Nach seinem Studium arbeitete Thomas als Arrangeur beim RIAS, wo er vor allem Bearbeitungen für Hans Carste schrieb. Beim Nordwestdeutschen Rundfunk war er musikalischer Betreuer der wöchentlichen Radiosendung Berliner Feuilleton. Arrangements für Werner Eisbrenner waren Thomas’ erste Arbeiten für den Film.

Der Soundtrack für den Edgar-Wallace-Film Die seltsame Gräfin (1961) bedeutete für Peter Thomas den bis dahin größten Karriereschub. Als Stammkomponist schrieb er bis 1971 für insgesamt 18 Filme der populären Reihe die Musik. Auch durch seine Musik zu den Filmen Die weiße Spinne, Ein Alibi zerbricht (beide 1963), Das Wirtshaus von Dartmoor (1964) und zu der achtteiligen Jerry-Cotton-Filmreihe (1965 bis 1969) avancierte Thomas zu Deutschlands führendem Komponisten für Kriminalfilme. In dieser Zeit komponierte er auch die Erkennungsfanfare der Constantin-Film.

(Quelle: Wikipedia)

Wer kennt sie nicht, die legendären Edgar Wallace Filme. Vornehmlich in den 60er Jahren gedreht, meist in schwarz-weiß. Mit den bekannten Schauspielern Joachim Fuchsberger, Heinz Drache, Eddi Arent, Klaus Kinski, Siegfried Schürenberg, Karin Dor, Uschi Glas, Karin Baal, Siegfried Lowitz oder Fritz Rasp.

So hat man sich also das England der 60er Jahre vorgestellt. Dabei befanden sich die tatsächlichen Drehorte in Deutschland. Gedreht wurde in den Straßen von Berlin und Hamburg, die Schloss-Szenen wurden z.B. in Schloss Ahrensburg, Schloss Herdringen, der Berliner Pfaueninsel oder in der Zitadelle Spandau gedreht.

Die Filmmusik von Peter Thomas und Martin Böttcher spielt hier eine große Rolle. Wer die Musik hört hat gleich wieder die Bilder im Kopf, und es zieht sofort der unwiderstehliche Nebel von London auf.

Ich bin letztes Jahr in einer Nacht im November mit dem Auto unterwegs gewesen, es war sehr neblig, und ich habe diese Aufnahme im Auto gehört. Ich bekam fast Gänsehaut. Es war fantastisch.

Viel Spaß beim Musik hören !

Euer Chris Weigold

P.S.: Vielleicht genießt ihr den Hörgenuss zusammen mit einem Gläschen Wein aus unserer „Orchester der Kulturen Edition“.