Whygold´s Weekend... unter diesem Motto präsentiere ich euch zum Wochenende meinen Musik-Tipp. Vielleicht entdeckt der eine oder andere ja was neues. Bewusst Musik hören ist meiner Meinung nach so wichtig, wie ein gutes Buch zu lesen.

Heute: Richard Shindell - Courier


https://music.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_k5MZKe7Q9eRuxj9U4J3O7L6JoLF_31-5E


Richard Shindell (* 1960 in Lakehurst, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Folk-Musiker und Singer-Songwriter.

Nach seinen ersten drei Soloalben bekam die Karriere von Richard Shindell im Jahr 1997 einen Schub, nachdem Joan Baez gleich drei seiner Songs (Fishing, Reunion Hill und Money for Floods) auf ihrem Album Gone from Danger aufnahm und den aufstrebenden Shindell dazu einlud, sie auf ihrer Tour in den Jahren 1997 und 1998 zu begleiten.

Oft verwendet Shindell beim Schreiben seiner Lieder die Perspektive einer bestimmten Person: Von einem Inspektor der Behörde für illegale Einwanderer (INS) in Fishing über einen Soldaten im Zweiten Weltkrieg Sparrow's Point, einem Trommlerjungen in der Confederate States Army in Arrowhead, auch eine spanische Großmutter in Abuelita bis hin zu einem Börsenmakler in Confession werden Geschichten in Ich-Form erzählt.

Die Besonderheit bei seiner Art Lieder zu komponieren besteht außerdem darin, dass er ein großes Talent dafür hat, ganze Geschichten mit komplexen Charakteren und Handlungen in wenige Worte und Zeilen zu fassen. Vergleichbar mit Geschichtenerzählern aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Gerne verwendet er dabei traurige Thematiken, allerdings klingt in manchen Liedern auch sein sarkastischer Humor hervor, welchen man auch besonders bei Live-Performances erlebt, bei denen er zwischen den einzelnen Stücken gerne mehrere Minuten Geschichten zur Entstehung der Lieder erzählt, die das Publikum erheitern.

(Quelle: Wikipedia)

In diesem Wikipedia-Eintrag steht eigentlich schon alles wichtige drin, was man über Richard Shindell und seine Musik erzählen könnte.

Ich bin auf Richard Shindell das erste mal Ende der 2000er gestoßen, als ich mit einer Band Shindell´s Cover-Version von Bruce Springsteen´s

„Born in the USA“ gespielt habe.

Damals hat mich vor allem seine Stimme, seine Art, sich auszudrücken, fasziniert. Daraufhin habe ich mir seine Platten besorgt.

„Courier“ ist seine erste Live-Aufnahme, veröffentlicht 2002, und zugleich der erste Song auf dieser. Er handelt von der Geschichte eines Kuriers, der sich im Krieg durchschlägt, um seine Nachricht zu überbringen.

Mein Lieblings-Song, und von der Stimmung und Interpretation her schöner als die Studio-Aufnahme von 1992.

Viel Spaß beim Musik hören !

Euer Chris Weigold


P.S.: Vielleicht genießt ihr den Hörgenuss zusammen mit einem Gläschen Wein aus unserer „Orchester der Kulturen Edition“.

Richard Shindell, Courier